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SEPA SEPA steht für „Single European Payment Area“ und bezeichnet den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr innerhalb der Europäischen Union, das seit Anfang 2008 existiert. Das neue System soll dazu dienen, den Zahlungsverkehr in der Staatengemeinschaft einfacher, schneller und billiger zu machen.
So schreibt die EU-Richtlinie, auf der SEPA basiert, beispielsweise vor, dass Überweisungen in Euro-Länder gegenüber denen im Inland gleich gehandelt werden müssen. Die Konsequenz lässt sich schon jetzt erkennen: Viele Banken bieten Girokonten an, bei denen alle Überweisungen im Grundpreis inklusive sind bzw. mit einer gleichhohen Gebühr belastet werden.
Vor der Einführung von SEPA waren Auslandsüberweisungen oft entweder nicht im Grundpreis enthalten oder aber sie wurden mit deutlich höheren Gebühren belastet als Inlandsüberweisungen. Für Bankkunden stellt das neue Zahlungssystem somit einen Gewinn dar. In Zukunft sollen nicht nur Überweisungen durch SEPA einfacher werden.
Auch Lastschriften sollen künftig grenzüberschreitend möglich sein. So kann ein deutscher Bankkunde, der ein Ferienhaus auf Mallorca über die Sommermonate an Urlauber aus Griechenland oder Österreich vermietet, die Mietzahlungen per Lastschrift einziehen. Auch der Vorbehalt bei der Einlösung von Schecks soll künftig weniger lange dauern. Kunden benötigen dann nur noch ein einziges Girokonto, um alle Bankgeschäfte innerhalb Europas schnell, sicher und zu günstigen Konditionen abwickeln zu können.
Die über Überweisungen hinausgehenden Neuerungen sind derzeit allerdings noch nicht vollständig verfügbar. So existiert bislang auch noch keine Kreditkarte, die kompatibel zu dem neuen System ist. Da die komplette Einführung allerdings bereits beschlossene Sache ist und auch die Finanzierung bereits durch das System der Europäischen Zentralbanken geregelt ist, dürfte die flächendeckende Verfügbarkeit von SEPA-tauglichen Bankprodukten nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Bankkunden können dann womöglich schon bald die Angebote französischer oder spanischer Banken genauso nutzen wie die deutscher Institute. Dem Wettbewerb auf dem Markt für Konto, Karte und Co. dürfte dies auf die Sprünge helfen.
Kategorie: Zahlungsverkehr
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